
Technische Daten:
Gesamtlänge: 730 mm
Rotordurchmesser: 640 mm
Gesamthöhe: 215 mm
Fluggewicht: Ab 643 g
Akku: 3S 1800 mAh
Lieferumfang
Der komplette Hubschrauber mit Sender, Akku und Ladegerät wird in einer schwarzen Schachtel geliefert, in der alles seinen Platz findet.
Geliefert wird der komplett vormontierte Hubschrauber, ein 3S 1800mAh Akkupack, ein 7-Kanal-Handsender und ein Lipo-Lader mit integrierter Balancer-Funktion.
Des weiteren liegt noch ein kleiner Werkzeug-Satz bei, um verschiedene Reparaturen und Einstellungen vorzunehmen. Die beiliegenden Anleitung ist etwas kompliziert aufgebaut und ein Anfänger im Heli-Fliegen dürfte Probleme haben, den Hubschrauber ganz nach Anleitung einzustellen, hier sollte sich der Einsteiger - wie sonst auch - an einen erfahrenen Piloten wenden.
Leider ging aus der Anleitung nicht hervor, wie die Pitchkurve bzw. die Ausschläge eingestellt werden sollen. Das Modell wurden mit + / - 9 Grad eingestellt.

Details im Überblick
Das Chassis
Das Chassis besteht aus vier Materialien. Um genau zu sein aus Fiberglas, Carbon, Nylon und Aluminium


Die Haube
Die Haube des G51 macht zwar optisch einen guten Eindruck, allerdings ist sie nicht stabil genug und reißt bei Belastungen massiv ein.

Der Heckrotor
Der Heckrotor wird beim neuen G51 über einen Starr-Antrieb direkt angetrieben – sehr hübsch!

Beim genaueren Betrachten des Heckrotors (auch mit den Händen...), machte ich allerdings keinen erfreuten Gesichtsausdruck.
Die Heckrotorblätter sind über einfache Kugelköpfe mit der Pitchhülse verbunden und haben keinen ausreichenden Halt. Die Rotorblätter lassen sich kinderleicht und mit wenig Kraftaufwand aus der Halterung lösen.
Ein Video von dieser „Geschichte“ können sie hier sehen:
Des weiteren fiel auf, dass das Heckrohr nur einen Durchmesser von 8 mm aufweißt, was bedeutet, dass es keinerlei Tuningmöglichkeiten (z.B. hochgelegtes Heck) von anderen Herstellen verwendet werden können, da diese Tuningteile alle für einen Durchmesser von 12 mm ausgelegt sind.
Der Rotorkopf
Der Rotorkopf des G51 ist etwas unkonventionell aufgebaut.
Der Pitch wird über einen Stahldraht angelenkt, wodurch sehr viel Spiel entsteht.
Der Picht der Rotoblätter könnte bis zu 3 Grad verstellt werden, ohne dass sich das Servo bewegt hat.
Des Weiteren sind die Kugelköpfe der Taumelscheibe aus Kunststoff - beim Vorgängermodell waren diese noch aus Metall.
Die Anlenkung der Taumelscheibe besteht ebenfalls aus Stahldraht.
Die Pitchfunktion wird über ein separates Servo angesteuert.
In der Anleitung ist beschrieben, wie man den Spurlauf des G51 einstellt. Leider sind die dafür benötigten Markierungen an den Rotorblättern nicht vorhanden.


Die RC-Komponenten
Der Motor:
Der Motor besitzt ausreichend Leistung, um den G-51 flott durch die Luft zu bewegen. Dabei bleibt er allerdings alles andere als „cool“. Nach einem Schwebeflug mit leichten Kreisen zeigte der Motor eine gemessene Temperatur von fast 50°C an.
Er besitzt inklusive Kühlkörper ein Gesamtgewicht von 75 g.
Weitere Daten zu diesem Motor sind leider nicht bekannt.


Der Regler:
Der eingebaute Brushless-Regler ist für eine Belastung bis 18 Ampere ausgelegt und hat ein integriertes BEC System für alle Servos im Hubschrauber.
Er ist an der Unterseite des G-51 montiert und wird dadurch sehr gut gekühlt.
Was auffiel, war ein zweipoliges Kabel, welches mit blanken Anschlüssen in der Gegend rumhing. In der Bedienungsanleitung findet man keinerlei Hinweise, für was dieses Kabel sein soll. Eine Anleitung, aus welchem man Einstellmöglichkeiten des Stellers oder der Verwendung des Steckers entnehmen kann, ist nicht vorhanden.

Auf diesem Bild kann man erkenne, dass die Stromanschlüsse leider nicht sehr sauber gelötet wurden. Deshalb wurde auf MPX Stecker umgelötet

Das Gyro
Das Gyro ist auf der Oberseite des G-51 auf der Gyroplattform festgeklebt. Das Gewicht des Gyros beträgt 17,5 g.
Zum Gyro muss man allerdings sagen, dass es leider nur für normalen Schwebeflug und leichten Rundflug geeignet ist. Für anspruchsvollere Flüge und insbesondere 3D Flug ist das eingebaute Gyro nicht geeignet.
Leider wurden deshalb die Erwartungen an das neue Gyro nicht erfüllt.
Das Heck des G51 ist in manchen Situationen nicht kontrollierbar, was leider mehrere Crashs mit sich brachte.

Die Servos:
Insgesamt sind 4 Servos vom Typ Speed GT-05 verbaut, 3 an der Taumelscheibe und eines für den Heckrotor in Zusammenarbeit mit dem Gyro. Alles Servos entsprechend der 9-gr-Klasse .Wie in der Anleitung schon beschrieben, sollte man darauf achten, dass Die Steuergestänge der Taumelscheibe immer im vorderen letzten Loch des Servoarms bleiben, um die nötigen Wege und somit die nötige Steuerfähigkeit beizubehalten.
Leider gab der Pitch-Servo nach nur wenigen Einstellungen und Tests den Geist auf. Das Servo wurde nicht stark belastet, sondern nach Erhalt des G51 nur überprüft.
Akku und Ladegerät:
Der Akku setzt sich wie oben beschrieben aus 3S 1800 mAh zusammen und wiegt 170 g. Dies reicht je nach Flugstil für eine Flugzeit von ca. 8 –10 Minuten.
Die vom Hersteller angegebene Flugzeit von 15 Minuten konnte selbst bei einfachen Schwebeflug nicht erreicht werden.
Geladen wird der Akku durch das beiliegende Ladegerät, welches für 2-3 Lipos geeignet ist. Das Ladegerät besitzt einen 230 Volt Netzanschluss. Der Akku wird durch den Balancer-Anschluss mit einer Ladeleistung vom 750 mAh geladen. Wer möchte, kann den Akku natürlich auch mit dem eigenen Ladegerät laden, dadurch wird die Ladezeit um mindestens die Hälfte verkürzt. Die Ladezeit mit dem Originalladegerät beträgt ca. 2 Stunden.
Die angelöteten Stecker an Regler und Akku wurden durch Multiplex Stecker ausgetauscht, da die Originale u.a. sehr schwergängig waren.


Sender und Empfänger
Der beiliegende 7-Kanal-Sender ist im 35 Mhz Band gehalten und besitzt außerdem noch 2 Schaltmodule und 2 Drehgeber.
Am linken Schalter kann man zwischen Normal-Modus und Heading Lock wählen, der rechte Schalter dient dem Umschalten zwischen Normal Flug und 3D Flug.
Die beiden Drehgeber sind für die Pitch Einstellungen.
Am linken Drehgeber kann man die gewünschten Pitch-Werte einstellen, falls man etwas ändern möchte. Dafür wird der „Model DIP Schalter“ in die Stellung Adjust gebracht. Danach werden noch Haupt- und Heckrotor von der Stromversorgung getrennt. Dann kann man den Gasknüppel in Voll-Pitch Position bringen, und den gewünschten Pitch-Wert mit diesem Drehgeber einstellen.
Der rechte Drehgeber dient dazu, während des Fluges die Pitch-Feineinstellung vorzunehmen. Wird der Drehgeber im Uhrzeigersinn gedreht, entsteht weniger Pitch und mehr Drehzahl. Drehgeber gegen den Uhrzeigersinn bewirken mehr Pitch und weniger Drehzahl.
Sind alle Einstellungen vorgenommen, wird der DIP Schalter wieder in die Lock Position gebracht.
Als Empfänger ist ein passender 7-Kanal-Empfänger im Hubschrauber eingebaut.
Als Übertragungsprotokoll wird die ‚Puls Phasen Modulation’ (PPM) verwendet. Dies ist etwas schade, hat doch das wesentlich unempfindlichere PCM-Protokoll schon sehr lange Einzug in die Heliwelt gehalten und ist für ein paar Euro mehr zu haben.
Die Fernbedienung wir standardmäßig mit Gashebel rechts ausgeliefert, eine Umrüstung auf links kostet 20€ oder kann von versierten Menschen selbst mit dem Lötkolben erledigt werden.

Vor dem Flug
Der G-5 weist laut Homepage bei der Lieferung schon einen Pre-Flight-Test auf. In diesem Pre-Flight-Test wird der Hubschrauber auf alle Funktionen geprüft und eingestellt. Da die Feintrimmung allerdings mechanisch funktioniert, wird diese leider auch nach einem Pre-Flight-Test, beim Transport oder beim Auspacken verstellt.
Somit ist eine 100%tige Voreinstellung leider nicht gewährleistet.
Nachdem alle Servos justiert wurden und alles einwandfrei funktionierte, ging es zum Erstflug.
Der Erstflug
Die Drehzahl wurde hochgefahren und ich begann leicht Pitch zu geben. Der Heli wurde leicht und hob schließlich ab.
Die Einstellung zwischen Drehzahl und Pitch musste nachgestellt werden, bis der G51 so auf die Funktionen reagierte wie ich es mir wünschte.
Das Schweben klappte soweit, auch wenn erst noch das Heck richtig getrimmt werden musste.
Der zweite Flug verlief weniger erfreulich.
Ich wollte mit dem G51 in den Rundflug starten, gab Pitch und flog von mir weg. Plötzlich stelle ohne Vorwarnung der Motor ab und der G51 fiel wie ein Stein vom Himmel. Alle Steuerbefehle blieben ohne Wirkung.
Bei diesem Einschlag wurde u.a. auch die Carbon Haube stark beschädigt.
Der G51 konnte wieder aufgebaut werden und alle weiteren Flüge fanden in einer Sporthalle statt.
Allerdings waren auch diese Flüge nicht zufriedenstellend.
Der G51 reagierte trotz großer Ruderausschläge etwas schwammig auf die Ruderbefehle. Was ich – zugegebenerweise - aufgrund des großen Spiels der Rotorkopfanlenkung auch erwartet habe.
Das Gyro machte keine Freude und es musste ständig gesteuert werden um das Heck ruhig zu halten.
In vielen Situationen übersteuerte das Heck und dies hatte zur Folge dass der G51 leider mehrmals einschlug.
Der 3D-Flug Modus
Bei einem weiteren Flug wollte ich einmal den 3D-Flug-Modus testen.
Dazu legte ich in ausreichender Höhe den 3D Schalter um und lies mich überraschen.....
Nachdem ich die Trümmer des G51 eingesammelt hatte, war das dann auch der letzte Flug des Hubschraubers.
Für einen nicht so sehr erfahrenen Piloten ist der G51 im 3D-Flug Modus kaum zu beherrschen. Bei einem normalen Turn macht der Heli statt einer gewünschten 180° Drehung selbstständig eine 540° Drehung!
Danach muss der G51 sofort wieder abgefangen werden, da man auf solch eine Situation nicht eingestellt ist.
Das Gyro verhielt sich im 3D Flug absolut fehlerhaft und ich hatte große Mühe den Heli unter Kontrolle zu halten.
Messwerte:

Durch anklicken der Grafik kann diese vergrößert werden.
Wie man anhand des aufgezeichneten Fluges erkennen kann, sind die Stromwerte bei Voll-Pitch bei über 20A. Wer das Modell im 3D Bereich betreiben möchte empfehlen wir deshalb, einen anderen Regler, welcher 25A oder mehr Dauer abkann, zu kaufen.
FAZIT:
G-Toys verspricht mit dem G51 einen neuen, besseren und leistungsfähigeren Hubschrauber, für relativ wenig Geld.
Das klingt auf den ersten Blick alles sehr gut, wenn man allerdings etwas „hinter die Kulissen“ schaut, erkennt man schnell, dass der Hubschrauber nicht das hält was er verspricht.
Die Komponenten sind keineswegs hochwertig und die Verarbeitung des G51 lässt ebenfalls zu wünschen übrig.
Für den Anfang sollte man lieber etwas mehr Geld investieren, um einen hochwertigeren Hubschrauber zu erwerben, welcher auch hält, was er verspricht.
Der Preis des G51 liegt bei 299 €.
GToys hat wie folgt Stellung genommen:
Kugelköpfe am Heckrotor:
Dieses Problem ist bereits bekannt und die Kugelköpfe werden in den aktuellen Modellen gegen größere getauscht.
Temperatur des Motors:
Temperaturmessung wurde bestätigt, jedoch darauf hingewiesen, dass es druch die Temperatur noch keine Ausfälle (Reklamationen) gegeben hat.
Stecker am Regler:
Dient zur Programmierung des Reglers, eine Anleitung für die Programmierung ist noch nicht vorhanden.