BK-117 von Gensmantel Helicopter Baubericht mit ECO 7 Mechanik
Wie kam ich zu einer BK-117 ?
Ich flog längere Zeit den Original ECO 7 von Ikarus, als ich mich auf die Suche nach einem passenden Scale Rumpf für genau diese Mechanik begab. Ich hörte davon, dass man schon eine BO-105 mit dieser Ausstattung zum Fliegen brachte - und so durchforstete ich das Internet nach einem passenden Rumpf. Auf einer Seite, die auch die BO-105 offerierte, fiel mir eine BK-117 in fast derselben Größe auf. Nach einem Telefongespräch mit Hersteller Markus Gensmantel wurde die Idee besprochen - ich entschied mich für genau diesen BK-117 Rumpf. Da es zum Zeitpunkt dieser Idee noch so gut wie keine BK-117 mit ECO 7 Mechanik gab, wagte ich mich an das Experiment...
Was benötige ich für den Umbau?

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Des weiteren werden für den Umbau noch die CFK Tuningblätter für den ECO 7 und ein Freilauf empfohlen.
Für das normale Schweben am Anfang reicht der originale 7-Zeller aus - Reserven hat die BK-117 dann allerdings kaum. Deswegen empfiehlt es sich, einen Lipo-Akku einzubauen. Der bewährteste Akku ist ohne Zweifel ein 3S 5000mAh Lipo von Stefans Liposhop (www.stefansliposhop.de).
Damit ist die Leistung völlig ausreichend - und der Akku besitzt fast dasselbe Gewicht wie der 7-Zeller mit 3300 mAh. Damit kann der Schwerpunkt gut eingehalten werden, und es gibt keinerlei Probleme den Akku zu befestigen.
Es geht los...
Als erstes werden die ABS-Rumpfhälften an den angedeuteten Stellen ausgeschnitten, damit das überstehende Material beseitigt werden kann.
Dieser Bauabschnitt benötigt ein bisschen Zeit und Geduld, doch ist er sehr einfach zu meistern.
Nachdem die Rumpfhälften ausgeschnitten wurden, kann man mit dem Zusammenkleben der Hälften beginnen. Als beste Klebemethode hat sich Sekundenkleber mit Aktivatorspray bewährt. Damit kann man die Rumpfteile relativ zügig zusammenkleben.


Anschließend wird nach derselben Methode auch der Heckausleger zusammengeklebt.
Hier alle Teile des Heckauslegers:

Nachdem alle Teile sauber ausgeschnitten wurden, kann man sie zusammenkleben.
Die Aussparungen für den Leitwerksträger sind schnell ausgeschnitten, so dass man den Träger zur Probe einstecken kann.

Die hintere Abdeckung des Heckauslegers kann später einfach montiert und verklebt werden.

Am oberen Ende des Heckauslegers wird später der Motor eingebaut.

Der Heckmotor:
Der Heckmotor muss aus dem ECO 7 JetRanger so ausgebaut werden, dass nur noch der Motor selbst mit dem Kunststoffmantel mit der Lagerung der Heckrotorwelle übrig bleibt.

Die Leitwerksfinnen:

Etwas negativ fiel der Leitwerksträger auf, welcher einfach gesagt gegenüber dem originalen Bauteil ein wenig zu kurz geraten ist. Dieser wurde dann beidseitig mit Balsa verlängert und anschließend verspachtelt. Nach dieser Arbeit kann der Heckausleger zur Probe zusammengesteckt werden.
Auf diesem Bild erkennt man auch den Einbau des Heckmotors. Es wird einfach ein passender Ausschnitt gefertigt, sodass der Motor eingepasst werden kann. Dies ist kein großer Akt - das geht problemlos. Die Kabel des Motors werden einfach durch das Heckrohr nach vorne zum Powerboard verlegt.

Der fertige Heckausleger wird nun über die Anformung am hinteren Rumpfteil gestülpt und festgeklebt.
Die Anformung kann man hier gut erkennen.

Das Landegestell:
Das Landegestell ist unkompliziert aufgebaut und rasch montiert. Die einzige Nacharbeit wäre, die Kufenverbinder (rot markiert) innen leicht mit Schleifpapier zu vergrößern, damit die Kufen problemlos in die Verbindungen passen. Vor der Endmontage des Landegestells müssen dann noch die Kufenbügel durch die Rumpflöcher geführt und befestigt werden.



Der Umbau zur BK-117 B2 mit Radarnase – Die Radarnase im Eigenbau
Der erste Schritt war ein Besuch direkt am Luftrettungszentrum Mannheim, wo der Rettungshubschrauber Christoph 53 stationiert ist (www.christoph53.de). Dieser hat die angesprochene Radarnase. Nach einem vereinbarten Termin konnte ich die BK-117 problemlos fotografieren und so alle Details für den Umbau und für die Decals festhalten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die nette Crew des Christoph 53.



Als erster Schritt wurde an der Nase der BK-117 eine Trennlinie erstellt, an der die Nase abgeschnitten werden sollte.


Als nächstes wird nun das offene Vorderteil mit Balsa verschlossen und angeklebt.

Nun wird noch an der an der Oberseite das Balsa aufgedoppelt und zurechtgeschliffen. Es geht darum, auf der oberen Seite eine größere Fläche für das spätere Teil zu schaffen.

Nun wird anhand der in Mannheim gemachten Ansichten ein passendes Urmodell aus Balsaholz erstellt. Es brauchte einige Zeit und Geduld - doch das Ergebnis lohnt sich.

Danach wird einfach über das erstellte Holz-Urmodell ein transparenter Schrumpfschlauch mit passendem Durchmesser gezogen und die Radarnase eingeschrumpft. Die Nase muss anschließend passend ausgeschnitten und angepasst werden. Dabei reicht ein Exemplar jedoch kaum aus. Bis alles perfekt passt, bedarf es mindestens zweier fertiger „Nasen“.

Nun wird die fertige Radarnase am Rumpfvorderteil angepasst, und - wenn alles passt - angeklebt. Dabei greift man auf Sekundenkleber und Aktivatorspray zurück - damit geht die Arbeit zügig von der Hand. Man sollte jedoch nicht zu viel Kleber verwenden.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen !


Das Verdübeln der Rumpfhälften
Damit die beiden Rumpfhälften gut zusammenpassen - und um das vordere Rumpfteil schnell und problemlos z.B. für den Akkuwechsel abnehmen zu können - werden die beiden Hälften verdübelt. An die vordere Rumpfhälfte kommen die Dübel, an die Hintere die dazu passenden Buchsen. Insgesamt wurden fünf Dübel verwendet - der fünfte ist auf den Bildern allerdings noch nicht zu sehen, weshalb seine Position mit dem roten Punkt markiert wurde.
Das Ergebnis sieht dann wie folgt aus.
Die Dübel

Und die passenden Buchsen dazu

Der Einbau der Mechanik
Für den Einbau der Mechanik wurden die originalen Spanten benutzt, welche dem Baukasten beiliegen.

Danach wurden noch pro Spant zwei weitere Teile für die Aufnahme der Mechanik erstellt.
Die Teile mit dem roten Punkt werden so auf die Spanten geklebt wie abgebildet. Die länglichen Holzteile werden dann oben auf den Spant geklebt, damit die Mechanik eine größere Auflagefläche hat. Alle Zusatzteile wurden aus 10-mm-Sperrholz erstellt.

Nun wird die Mechanik probehalber an die Spanten angeschraubt. Dies geschieht mit insgesamt vier Schrauben. Das ganze sieht dann so aus:


Nun wird die komplette Mechanik probeweise im Rumpf angepasst. Dabei wurde zum besseren Hantieren der Motor ausgebaut.
Wenn dies alles gut passt, wird der Motor wieder eingebaut, und die Spanten werden mit der kompletten Mechanik in den Rumpf eingeklebt. Dies geschieht mit 5-min-Epoxydharz, welches gut aushärtet und ausreichend fest ist.

Einsinkschutz und Trittstange
Da die Originalmaschine auch einen Einsinkschutz und eine Trittstange an den Kufen hat, bekam das mein Modell natürlich auch. Die Teile kann jeder nach seinem Geschmack nachbilden und anschließend montieren. Dies verleiht dem Modell nochmals ein schöneres Aussehen.
Am Original:

Die Teile:

Fertig, nun ist der Rohbau der BK-117 geschafft und es kann ans Lackieren gehen.
Bei der Lackierung hat nun jeder seine eigenen Vorstellungen, jeder hat sein Lieblingsdesign. Egal ob ADAC, DRF (Deutsche-Rettungsflugwacht) oder andere - jeder kann seine BK-117 gestalten, wie er möchte.
Ich habe mich für das DRF-Design entschieden, da ich mich von Anfang an am Original Rettungshubschrauber „Christoph 53“ orientiert habe. Hier nun die Lackierung am Beispiel der DRF.
Als erstes wurde die Rote Farbe aufgebracht, nachdem zuvor die Kontur mit Maskierfolie abgeklebt wurde. Das Ergebnis sieht dann so aus:

Als nächstes ging es an die schwarze Farbe, die bei der Originalmaschine die Fenster umrandet. Bei diesem Schritt war etwas mehr Abklebearbeit erforderlich, es hat jedoch problemlos geklappt. Nun wurde auch gleich die Radarnase schwarz lackiert.

Als nächstes wurden nun noch die Fenster ausgeschnitten und anschließend die transparenten Scheiben aus dem Baukasteninhalt eingeklebt. Damit erhält die BK-117 nun ein richtig erwachsenes Aussehen.



Das sieht doch schon richtig super aus !

Nun ging es noch an die Decals. Diese wurden beim Besuch des Originalen „Christoph 53“ direkt am Hubschrauber abfotografiert und am PC bearbeitet und auf den passenden Maßstab gebracht. Anschließend wurden die Decals ausgedruckt und aufgeklebt.
Die Akku-Befestigung.
Der 3S-5000mAh-Akku wird bei meiner BK-117 auf einem selbst erstellten Holzgestell befestigt. Dadurch kann der Akku, sofern es Schwerpunktprobleme geben sollte, variabel verschoben werden. Hier die einfache Konstruktion:
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Scale Details
Bei der Firma Vario-Helicopter gibt es einen schönen Antennen– und Scheibenwischer Set zur Verschönerung des Hubschraubers. Diesen habe ich bestellt und die Antennen- und Scheibenwischer richtig positioniert. Dies verleiht dem Hubschrauber ein noch originalgetreueres Aussehen.
Nun ist der Helikopter fertig - das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.


Auf diesem Bild kann man erkennen, dass ich auch die Hecktüren nachgebildet habe, dies entstand jedoch in kompletter Eigenarbeit und dient lediglich der optischen Aufwertung.


