ECO 7 Ranger von IKARUS

Technische Daten:
Rumpflänge: 93 cm
Rotordurchmesser: ca. 96 cm
Fluggewicht: ca. 1.450 g
Akku: 7-9 Zellen oder Lipoly 3 Zellen/ 11,1 V
Was bekommt man für sein Geld ?
Wenn man sich für das Komplettset von Ikarus entscheidet, erhält man alles, was für das Fliegen des ECO 7 benötigt wird. Außerdem liegt auch ein Ladegerät bei, mit dem man den Flugakku des Helikopters laden kann. Der ECO 7 kommt flugfertig aus der Schachtel - folgende Teile sind bereits eingebaut: Die Gigatronic E7, das Powerboard E7, das FM-Modul, das Quarzpaar sowie die drei Servos.
Das Motto des Komplettsets lautet also: Auspacken, Akku laden, Abfliegen !
Die Bedienungsanleitung
Die Bedienungsanleitung besteht aus acht Kapiteln, die sich wie folgt zusammensetzen:
Außerdem findet man alle Sicherheitshinweise für den Betrieb und verschiedene Kontaktdaten.
Damit gelingt ein schneller Einstieg in die Helikopterwelt. Es wird sehr schön und deutlich erläutert, wie alles funktioniert und wie alles eingestellt werden muss (z.B. die Gigatronic oder andere elektronische Bauteile). Wenn man sich diese Anleitung genau durchliest und sich daran auch hält, steht dem erfolgreichen Helikopterfliegen nichts mehr im Wege.
Die Transportbox
Der ECO 7 wird in einer praktischen Transportbox geliefert, in der alles seinen Platz findet was man zum Fliegen benötigt, wie z.B. Sender oder Ladegerät.
Damit kann man den kompletten Helikopter samt Zubehör bequem zum Flugplatz transportieren.

Die Fernbedienung Nova 6 von Lexors
Der dazugehörige Sender wird in der Grundversion als 4-Kanal-Sender geliefert, kann jedoch problemlos durch zwei zusätzliche Kanal-Schalter zu einem 6-Kanal-Sender ausgebaut werden. Der Sender wird mit normalen handelsüblichen Mignon-Batterien betrieben, welche im Lieferumfang jedoch nicht enthalten sind. Die Steuerknüppel aus Aluminium lassen sich einzeln trimmen, sodass man alles gut einstellen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Servolaufrichtung ohne Öffnen des Gehäuses verändern kann. Da es vor dem ersten Flug vorteilhaft ist, vorher am Simulator das Helikopterfliegen zu üben, verfügt die mitgelieferte Nova 6 Fernsteuerung über eine Anschlussbuchse für Flugsimulatoren. Damit kann man optimal trainieren, bevor man sich an den ersten Flug wagt.

Die Mechanik des ECO 7
Im Mechanikblock des ECO 7 findet man außer dem Heckmotor alles, was im Helikopter verbaut ist. Dies fängt bei den drei Servos an, geht über den Hauptmotor mit angelötetem Powerboard bis hin zur Gigatronic. Alles ist gut befestigt und auch gut zugänglich. Um den kompletten Mechanikblock herauszunehmen, muss man lediglich den Rotorkopf ab- und das Landegestell demontieren. Danach kann man den kompletten Block einfach von unten herausnehmen. Dies ist sehr praktisch gemacht.

Der Heckmotor
Der Heckantrieb besteht aus einem Elektromotor der Speed 300 Größe, der mit einem 16zahnigen Ritzel bestückt ist. Der Heckpropeller wird auf ein Zahnrad gesteckt und über eine kugelgelagerte Welle mit dem Motorritzel verbunden. Der Heckantrieb hat somit genug Leistung, um den Helikopter ruhig zu halten und ihn sicher durch eine Kurve zu bringen.
Das Powerboard E 7
Ohne das Powerboard würde im ECO 7 nichts funktionieren, denn das Powerboard ist zum Beispiel dafür zuständig, dass die vom Akku gelieferte Spannung für das komplette System gewandelt wird (BEC). Neben der Versorgung der beiden Antriebsmotoren werden vom Powerboard aus auch alle Servos mit Strom versorgt.

Die Gigatronic – Das Herzstück des ECO 7
Die Gigatronic, auch Prozessor Board genannt, macht den ECO 7 zu etwas Besonderen. Zum einen überrascht sie mit ihrer einfachen Programmierung, zum anderen vereint sie viele Funktionen in sich. Hier ein Überblick :
- 120° Ts Mischung und Andere (90°/1 Servo)
- Gas-Heck-Mischung ohne Heckservo
- Entkoppeltes und störungsfreies Leistungteil mit zwei Reglern für Haupt- und Heckmotor
- 4 Amp. BEC
- Motor Cut off
- Gasvorwahl ( Idel up 1)
- Integierter Empfänger
- Frei programmierbare Kanalbelegung
- Komfort Steuermode Auswahl
- Trimmspeicher
- Sub Trim zur Servo Neutral Stellung
- Intelligente Gyro Einheit
- Umschaltbar von Norm auf Headinglook Mode
- Komfort Gyroabgleich vom Sender
- Konstante Drehrate
- Drift Kompensation
- PC Schnittstelle/Update
- Anlaufschutz bei falscher Knüppelposition und fehlendem Sendersignal
- Optionaler Drehzahlsensor (Regler)
- Bis zu vier Zusatzfunktionen
- Failsave auf Motor- und Phasenschalter
- Optisch/Akustische Programmhilfe
Das Prozessor Board
empfängt alle Steuersignale und steuert auch das Powerboard an, welches den Haupt- und Heckmotor sowie das BEC System steuert.

Durch dieses Zusammenfassen der einzelnen Funktionen in der Gigatronic spart man sich eine teure Fernsteuerung, da die Gigatronic auch über den PC programmiert und gesteuert werden kann.
Des weiteren kann man sie auslesen, somit hat man immer genaue Informationen über die eingestellten Werte und man kann z.B. die Kanalbelegung jederzeit ändern oder neu einstellen. Diese einfache Technik bringt viele Vorteile mit sich, da alles sehr einfach zu bedienen ist. Die folgenden Screenshots zeigen die Möglichkeiten der Programierung der Gigatronic über den PC.

Im Kapitel „Allgemeine Einstellungen“ kann man die verschiedenen Kurven verändern. Zur Auswahl stehen die Gas-Kurve, Nick-Kurve, Heck-Kurve und die Roll-Kurve. Mit dem Button „Daten zur Gigatronic übertragen“ werden die Einstellungen übernommen.

In der Gigatronic-Konfiguration kann man verschiedene Einstellungen vornehmen. Wichtig sind diese Einstellungen zum Beispiel dann, wenn man den ECO 7 Boardless macht. Dann kann man ganz bequem die verschiedenen Funktionen umstellen. Des weiteren kann man die Taumelscheiben-Ansteuerung einstellen, sowie die Servo Umkehr aktivieren.

Unter den Kanalzuordnungen kann man die verschiedenen Kanäle so einstellen wie man sie am Sender benötigt. Des weiteren kann man wählen, welchen Mode man benötigt.

Unter „Regler-Einstellungen“ kann man verschiedene Einstellungen für das Heck vornehmen, wie beispielsweise die Empfindlichkeit der Gyro, oder die Reaktionsfreudigkeit des Heckmotors.
Los geht los – Vor dem Flug
Vor dem Flug muss man lediglich noch den mitgelieferten Flugakku mit sieben Zellen 3300mAh laden, und den beigelegten Sender richtig einstellen, sodass man die richtige Knüppelbelegung hat, mit der man normal fliegt.
Bevor man mit dem ECO 7 startet, sollte man jedoch in einem Flugsimulator die Grundfunktionen eines Helikopters soweit beherrschen, dass man zumindest einwandfrei schweben kann.
Für die ersten Hüpfer empfiehlt es sich, ein Trainings-Landegestell am ECO 7 zu montieren.
Damit ist gewährleistet, dass der Heli in einer unglücklichen Situation oder bei einer etwas härteren Landung nicht zur Seite kippen kann.

Entweder man kauft es sich direkt bei Ikarus, oder man bastelt sich einfach eines selbst, was ziemlich einfach zu realisieren geht (Bild oben). In meinem Fall waren es zwei Aluminium Rundstäbe, innen hohl, mit sechs Millimetern Außendurchmesser. Beide einen Meter lang – reicht völlig aus. Diese muss man nun einfach überkreuz am Landegestell mit Kabelbinder befestigen. Außen an den Stäben werden nun noch vier Tischtennisbälle oder Styroporkugeln befestigt, damit der Helikopter beim „ über den Boden rutschen“ nicht irgendwo einhakt.
Wenn dies nun erledigt ist, kann es endlich losgehen.
Das Fliegen
Für den ersten Flug empfiehlt es sich, eine größere Wiese mit kurz gemähten Gras oder einen freien Platz mit festem Untergrund aufzusuchen. Den Helikopter nun positionieren und sich hinter ihn stellen. Man sollte sich vor dem Start noch vergewissern, dass sich keine Personen, Tiere oder sonstige Hindernisse im unmittelbaren Umkreis befinden. Nun kann es losgehen.
Ich hatte, bevor ich den ECO 7 flog, schon einige Zeit vor dem Simulator verbracht und beherrschte einen Helikopter soweit ganz gut.
Nun gab ich langsam Gas, bis der Helikopter anfing, leicht zu werden. Dann noch einen Zacken Gas und der ECO 7 war in der Luft. Einige Zentimeter über dem Boden schwebte nun der Helikopter vor sich hin und ich machte mich mit den Steuerfunktionen vertraut. Nach kurzer Zeit sagte ich mir, „Hey, das ist ja wie im Simulator“. Und so war es auch. Der ECO 7 folgt schön den Steuerfunktionen und liegt wirklich sehr eigenstabil in der Luft. Der Heckmotor arbeitet zuverlässig und hält den Helikopter gut in der Richtung.

Bei der späteren Landung nach einigen Minuten sollte man darauf achten, dass man den ECO 7 sanft aufsetzt, da es sonst passieren kann, dass die Hauptrotorblätter durch das harte Aufsetzten und dem damit verbundenen Durchsacken in das Styroporheck einschlagen. Das erzeugt zwar meistens nur Styroporbrösel, ist jedoch trotzdem ärgerlich.
Deshalb hier noch einmal der Hinweis auf das Landegestell, welches auch die etwas härteren Landungen abfedert.
Bei den weitern Flügen macht man sich insgesamt mit dem ECO 7 und seinen Funktionen im Flug vertraut bis man nach einigen Flügen auch den Rundflug wagen kann. Auch dies macht der ECO 7 gut mit. Rasch kommt richtiges Helikopter- Feeling auf.





Fazit
Für unter 500 Euro bekommt man von Ikarus einen schönen Scale Helikopter im Komplettset, bei dem wirklich das Motto „Auspacken- Akku laden- Fliegen“ zutrifft. Wenn man vor dem Fliegen mit dem ECO 7 im Simulator einen Helikopter soweit beherrscht, kann man sich beruhigt an den ECO 7 wagen. Er hält, was er verspricht und liegt gut und eigenstabil in der Luft. Vom normalen Schweben bis hin zum flotten Rundflug mach der ECO 7 Jet Ranger alles mit - es macht wirklich Spass, mit diesem Helikopter zu fliegen.
Bezugsadresse:
| Ikarus | Eco 7 Ranger | UVP: Preis: 479,00 € |

