Sukoi Su-27 Flanker

SU 27 Flanker

 

Das RTF-Modell zeichnet sich EPP-typisch durch einen hohen Vorfertigungsgrad aus. Lediglich Tragflächen, Höhenruder und Seitenleitwerk müssen montiert werden. Die beiden Impellermotoren, die beiden Regler und auch die Servos sind bereits eingebaut und angeschlossen. Schönes Highlight: Zusätzlich liegt bereits der passende Lipo-Akku (3S, 2200mAh) inkl. Ladegerät bei, doch dazu später mehr. Das Modell wird in der typischen „Russian Knights“-Lackierung ausgeliefert.
 

Lieferumfang:

  • Rumpf und Tragflächen aus Micropor fertig lackiert
  • Fahrwerk
  • 2 x Impeller mit brushless Antrieb
  • Servos
  • LiPo Akku
  • Ladegerät
  • Kleinteile
  • Anleitung

Technische Daten:

  • Spannweite: ca. 800mm
  • Rumpflänge: ca. 107mm
  • Flächeninhalt: ca. 15,6dm²
  • Gewicht: ca. 650g
  • Steuerung: 4 Kanal / 5 Servos
  • Akku: LiPo 11,1V 2.200mAh

 
Montagearbeiten:
Der erste Blick in den Karton verrät bereits:  Eine Stunde bauen und anschließend Spass haben. Die Montageanleitung ist in sauberem Deutsch verfasst und lässt grundsätzlich keine Fragen offen. Neben allgemeinen Sicherheitshinweisen befasst sich die aus insgesamt 11 Seiten bestehende Anleitung lediglich mit nur vier Seiten der Fertigstellung des Modells. Die Montageanleitung ist bebildert, mit entsprechenden Erklärungen wird sehr mager umgegangen, reicht aber völlig aus. 

Schauen wir uns aber das Modell, vor allem die Montage doch etwas genauer an. Schön ist, dass im Lieferumfang bereits der passende Styrokleber beiliegt. Weniger schön ist jedoch, wenn sich dieser in der Verpackung selbständig macht und somit unbrauchbar wird. Das verzögert die Vorfreude auf den ersten Flug unnötig und muss wirklich nicht sein. 

Die Tragflächen werden direkt an den Rumpf geklebt, Höhen- und Seitenleitwerke werden in einen, jeweilig mit dem Rumpf verklebte Kunststoffblock verschraubt. Hier liegen dem Bausatz entsprechende Schrauben bei. Diese sind jedoch von so minderwertiger Qualität, dass mir beim Verschrauben gleich mal zwei Schrauben abgebrochen sind. Laut Montageanleitung sollten diese Verschraubungen eigentlich zum Halt der Höhen- und Seitenleitwerke ausreichen. Das funktioniert so jedoch nicht, denn diese biegen sich durch, sobald per Servo auf das Höhenruder zugegriffen wird. Die Passfläche zwischen Leitwerk und Rumpf mit Kleber einstreichen schafft hier Abhilfe.

Zu wenig Halt:
Erst durch ordentlich Sekundenkleber wird die Verbindung zwischen Leitwerk und Rumpf belastbar.


Vor dem ersten Flug:

Wie zu Anfang bereits erwähnt, liegt dem Modell der entsprechende Akku samt Ladegerät bei. Der JAMARA-Akku entspricht jedoch nicht der gängigen Standardgrösse eines 3S-Akkus. Möchte man vorhandene Akkus nutzen, wird eine Modifizierung des Akkufachs notwendig.
Zum Ladegerät selbst: Man braucht sich hier nichts vormachen. Das Ladegerät ist billigster China-Import und sollte - wie jedes Ladegerät - nur unter Aufsicht zum Einsatz kommen. Trotzdem erfüllt es seine Aufgabe. Schade ist, dass in der Bedienungsanleitung ein anderes Ladegerät abgebildet ist. Der Ladevorgang ist nach ca. 3 Stunden abgeschlossen.
 

Der Flug:
Empfänger anschließen, den Lipo-Akku ins vorgesehene Fach schieben und es könnte eigentlich los gehen. Natürlich fehlt noch der obligatorische Reichweitentest und ist dieser erfolgreich abgeschlossen, steht dem ersten Flug wirklich nichts mehr im Weg. 

Die SU 27 liebt Asphaltpisten. Über Gras hüpft sie wie ein aufgescheuchtes Huhn, Starts werden so fast unmöglich. Aber als Alternative geht der bewährte Handstart und der klappt ohne Probleme: Vollgas, ein waagrechter Wurf und der Jet setzt sich in Bewegung. Schnell wird jedoch klar, dass die SU 27 deutlich untermotorisiert ist. Dennoch schraubt sie sich qualvoll in die Höhe. Langsamflüge sind absolut kein Problem und machen der SU 27 sichtlich Spass. Gerade bei Langsamflügen ist die impellertypische Verzögerung zu beachten.
 

Fazit:
Ist die SU 27 erstmal in der Luft, ist der Ärger, der beim Zusammenbau auf kam, schnell vergessen. Das Flugbild ist sehr schön, der Jet lässt sich leicht steuern. Trotzdem sollten Anfänger Hilfe eines erfahrenen Piloten in Anspruch nehmen. Gerade bei der Landung sollte der Pilot etwas Platz zum Ausrollen einplanen.  

Etwas mehr Power und somit Endgeschwindigkeit wäre, gerade bei einem Jetmodell, wünschenswert. Jettypische Flugmanöver sind dadurch nur bedingt möglich.

199 EUR ist ein fairer Preis, zumal der Lieferumfang nur wenig Wünsche offen lässt.
Ob die Qualität des Modells diesen Preis rechtfertigt sollte jeder für sich selbst beurteilen.
 

Plus / Minus
+  Hoher Vorfertigungsgrad
+  Alle Komponenten bereits verbaut
+  Kurze Bauzeit
-  Qualität des Bausatzes
-  Untermotorisiert

 

 

Saubere Lösung:
Der Akku lässt sich innerhalb weniger Augenblicke auswechseln. Schade, dass gängige Akkus in der
2.100 mAh-Klasse nicht ins Akkufach passen!

 

 

Mehr Schein als Sein:
Aus den "Triebwerken" strömt leider nur kalte Luft. Der Schub reicht für jettypische Flugmanöver leider
nur bedingt aus.

 

Gutmütiges Flugbild:
Auch ein langsamer Überflug ist ohne Probleme möglich.