Aufgrund der vielen Nachfragen zu diesem Modell, hier ein Zwischenbericht.
Spannweite: 80cm
Abfluggewicht: ca. 300g
Die Post war da:

Das ist dabei:

Modell, Rucksack, Kleinteile und Anleitung



Die Idee:
Das Modell wird als ‚rucksacktauglich’ beworben. Und um dies zu ermöglichen, wird der Nuri in der Mitte zusammengeklappt. Das Scharnier in Form von Coroplastplatten befindet sich auf der Unterseite. Auf der Oberseite befindet sich auf jeder Flächenhälfte ebenfalls eine Coroplastplatte. Zwei U-förmig gebogene Drähte sorgen für den Zusammenhalt, sowie einen schnellen Auf- und Abbau. Nach demselben Prinzip sind die Winglets umklappbar gestaltet, so dass man tatsächlich einen kompakten Rucksackflieger erhält.
Genial einfach – einfach genial?



Was braucht man?
RC-Komponneten:
Werkzeug:
Baubeginn:
Zunächst wird die Bauanleitung studiert. Der Bau ist in Wort und Bild erklärt.

Am Anfang werden die RC-Komponenten eingebaut. Dies will gut durchdacht sein, um unnötige Kabellängen oder gar Bleizugaben zu vermeiden Die Anleitung gibt keine genauen Positionen vor, was auch unmöglich ist, da ein 70-g-Akku eine andere Einbauposition hat als einer mit 120g.
Hat man die Positionen ermittelt, schneidet man die Stellen entweder mit einem Cuttermesser oder einem Lötkolben frei. Die Servos habe ich zusätzlich mit ein paar Tropfen Sekundenkleber fixiert.

Empfänger und Akku werden bündig versenkt, aber nicht verklebt, so dass die beiden oberen Coroplastplatten aufgeklebt werden können. Dies kann mit Sekundenkleber oder Harz erfolgen.

Nach dem RC-Einbau werden die Ruder anscharniert und angelenkt. Die Klebestelle auf dem EPP muss mit Sprühkleber oder UHU-Por vorbehandelt werden, da sonst das Strapingtape nicht hält. Nach dem Einschrauben der Ruderhörner werden die Gestänge eingehängt.
Einseitig waren diese schon Z-förmig gebogen. Um die Ruder auch noch mechanisch einstellen zu können, wurden an den Ruderhörnern Gestängeanschlüsse angebracht. Diese liegen dem Baukasten jedoch nicht bei..

Anschließend wird noch die Empfängerantenne verlegt - und über die Servos kommt noch ein Streifen schwarzes Klebeband - der Optik wegen ;)
Damit ist der Bau dann auch schon abgeschlossen.
Das Abfluggewicht beträgt 310 g. Da ich keinen anderen Akku zur Hand hatte, kam ein vierzelliger 350-mAh-NiMh zum Einsatz. Mit seinen 37 g ist er allerdings viel zu leicht für das Modell, so dass 80g Blei gebraucht wurden. Allerdings ist ein vierzelliger mit 2300 mAh bereits bestellt, so dass das Blei dann gänzlich entfällt.


Erstflug:
Nachdem der Schwerpunkt erneut überprüft wurde, konnte der Erstflug folgen.
Dieser wurde mangels Hang in der Ebene durchgeführt. Das Modell wurde zunächst sanft seinem Element übergeben. Der Schwerpunkt und die Ruderausschläge passten, auch zu trimmen gab es wenig. Der nächste Start sollte mit mehr Kraft erfolgen, doch hier zeigte sich, dass die beiden Drahtbügel nicht in der Lage sind, die beiden Flächenhälften sicher zu fixieren. Deshalb wurde ein Klebestreifen zur zusätzlichen Befestigung aufgeklebt. Nun hielt das Modell den Belastungen stand. Aufgrund der geringen Wurfhöhen war es schwierig, die Flugeigenschaften genauer zu analysieren, doch es zeigt sich, dass der PickUp sehr wendig ist - eine Rolle in drei Metern Höhe ist kein Problem. Auch die Segelflugeigenschaften sind top.
Wie bereits weiter oben erwähnt, musste ich Blei mitführen, welches provisorisch oben aufgeklebt wurde. Auf Grund hoher Luftfeuchtigkeit am Tag des Erstfluges war die Klebekraft bescheiden, so dass das ein oder andere Mal das Blei abflog und das Modell unkontrolliert zu Boden ging. Doch das Modell steckt einiges weg und ist nahezu unzerstörbar.


Kostenübersicht:
|
Beschreibung |
verwendet |
Preis in EURO |
|
Modell |
PickUp |
59,- |
|
Servo |
GWS IQ100 |
12,50 |
|
Servo |
GWS IQ100 |
12,50 |
|
Empfänger+Quarz |
Schulze 435 |
50,- |
|
Akku |
4 Zellen NiMH 350mAh |
10,- |
|
Gesamt |
|
124,- |
Fazit:
Der PickUp ist sehr schnell gebaut. Die Idee des zusammenklappbaren Nuris ist klasse, doch leider ist die Fixierung nicht ausreichend dimensioniert. Ein Streifen Klebeband bewirkt indes Wunder - und so steht dem Fliegen nix im Wege. Die Flugeigenschaften sind ausgewogen.
In zwei Wochen geht es an den Hang, dort wird der Pickup ausgiebig getestet und der Bericht aktualisiert werden.
Der Pickup steht schon bereit.
